Laut Frauenhofer Nachholbedarf bei Digitalkompetenzen

Mit der Überschrift “Deutsche Unternehmen haben großen Nachholbedarf bei Digitalkompetenzen” fasst die Frauenhofer Academy eine Studie zur zusammen, die sie im Mittelstand gemacht haben:

https://www.academy.fraunhofer.de/de/newsroom/blog/2019/02/digitale-Kompetenzen_Anspruch-und-Wirklichkeit.html

Für die Führungskräfte im Wandel sind dabei die folgenden Digitalkompetenzen entscheidend:

  • Lernbereitschaft
  • Fähigkeit, übergreifende Prozess- und Systemzusammenhänge zu erkennen
  • Fähigkeit zur Lösung komplexer Probleme
  • Agiles Projektmanagement
  • Fokussierung kundenorientierter Lösungen

Für nötig halten diese Eigenschaften rund 80-90% der Befragten. Wirklich “dran” sind aber nur rund 30%.

Das bedeutet im Umkehrschluss, dass rund die Hälfte der Unternehmen noch nicht angefangen hat, die grundlegenden Kompetenzen in der Digitalisierung anzugehen.

Aber woran liegt das?

Das sind doch alles schlaue Menschen. Sie führen erfolgreiche Unternehmen, haben teils über Jahrzehnte gut geplant und gewirtschaftet.

Jetzt bereits über künstliche Intelligenz zu sprechen. Wenn die digitale Souveränität noch nicht gegeben ist finde ich gewagt.

Zurück in den Driver-Seat

Ich glaube es gibt nur eines: die Unternehmen müssen klein starten, aber irgendwo müssen sie anfangen. Und müssen wieder entscheidungsfähig werden.

Vielleicht passt ja eine dieser Vorschläge für das eine oder andere Unternehmen:

  1. Lernbereitschaft
    • Wie wäre es mit einer Firmenmitgliedschaft für Udemy.com oder ähnlichem.
    • Ganz wichtig: erst mal mit etwas starten, was wirklich Spaß macht. Schließlich habe die Meisten schon lange nicht mehr “gelernt”. Danach kommen die Digitalthemen.
    • Lernen muss auch nicht immer nur klassisch erfolgen. Ein iteratives Projekt, nutzt das Lernen nach jeder Iteration. Hier wird direkt klar, das Lernen der Schlüssel ist. Dies steigert die Lernbereitschaft.
  2. Fähigkeit, übergreifende Prozess- und Systemzusammenhänge zu erkennen
  3. Fähigkeit zur Lösung komplexer Probleme
    • Ich fasse diese beiden zusammen.
    • Kein komplexes System ist “auf einmal” und komplett entworfen worden. Jedes besteht aus der Summe seiner Teile.
    • Insofern ist Punkt 4) ggf. der Schlüssel. Komplexe Systeme können über iteratives Vorgehen stückweise aufgebaut werden. Das kann man lernen. Und es macht Spaß so zu arbeiten.
  4. Agiles Projektmanagement
    • Für mich die Klammer. Agiles Projektmanagement stellt Transparenz und die Lösung komplexer Projekte in den Mittelpunkt.
    • Immer ausgehend vom Kundennutzen 5) wird im Kreislauf von Probieren, Lernen, Verbessern gearbeitet. Dies schließt die Punkte 1) – 3) mit ein.
  5. Fokussierung kundenorientierter Lösungen
    • Wie gesagt, dies ist die Basis für 4) – plötzlich erkennt der Kunde seinen Nutzen im angebotenen Produkt. Und nutzt es.

Dieser Artikel zeigt Problem, aber auch Handlungsfeld. Wo sie ganz persönlich stehen. Und wo sie starten können. Gerne helfe ich dabei, dies heraus zu finden.