Der Kompass im agilen Fahrwasser

Mein Logo als Digitallotse ist der Kompass. Das hat verschiedene Gründe. Nicht nur dient der Kompass einem Lotsen in der Schifffahrt als Hilfe bei der Ausrichtung. Auch in der agilen Organisation dient er zur Orientierung.

Der Kompass hat auch in der Arbeit in den Organisationen oder Projekten eine Bedeutung. Auch dort geht es weniger darum, einmal zu erklären, wie ein Problem einmalig zu lösen ist. Es geht um Orientierung, damit die Organisation bzw. die Projektbeteiligten zukünftige Entscheidungen anhand einer Leitlinie selbst treffen können.

Der Organisationskompass

Auch passt der Kompass sehr gut zu einer Methodik zur Entwicklung von Organisationen und Teams. Beim Organisationskompass wird über die Frage des “Warum” (Purpose) einer Organisation oder eines Projekts immer tiefer in die angrenzenden Bereiche eingetaucht. Es folgen Führung (Leadership), Vision, Team (People) und Management. Dies passt außerordentlich gut zu den modernen Team und Organisationsformen. Agile, selbstorganisierte Teams funktionieren meiner Erfahrung nach vor allem über die Frage nach dem Warum.

Beispiel

Vor einiger Zeit standen wir vor der Frage, ob Corporate-Webseite eines Kunden mit einem CMS umsetzen sollen. Obwohl klar war, dass parallel an einem Shop gearbeitet wird. Wir haben dem Kunden als Team vorgeschlagen, diesen das CMS des Shopsystems zu nutzen. Das sei zwar etwas aufwändiger, das System könne aber später mit dem Shop zusammengeführt werden. Der Kunde ging diese Entscheidung mit und bekam am Ende ein langfristig nutzbares Produkt. Da macht es auf einmal Spaß kleinere Hürden zu umschiffen und eine Lösung zu finden, die später auch den Shop weiter bringt.

So stellt der Kompass für mich als Digitallotse eine echte Klammer zwischen den verschiedenen Bereichen dar. Vielleicht in ihrem Projekt.

Quellen

“Der Organisationskompass in der Praxis“ (Buhl-Böhnert, Schönberg, 2015), Artikel

Matthias zur Bonsen, “Der Organisationskompass – Ein neuer Denkrahmen für lebendige Unternehmen“ in: Joachim Galuska (Hrsg.), Die Kunst des Wirtschaftens, Bielefeld 2010 S. 183-199